Die Top 7 Städte in Dänemark

Tivoli Kopenhagen

Dänemark bietet seinen Besuchern mehr als nur kilometerlange Strände und eine wunderschöne Landschaft. Erkunden Sie in Ihrem Urlaub lebhafte Großstädte mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten oder unternehmen Sie einen Tagesausflug in eine malerische Kleinstadt, in der man die dänische Kultur an jeder Ecke spüren kann. Werfen Sie einen Blick in unsere Top 7 Städte Dänemarks und finden Sie Ihren Lieblingsort in dem kleinen Königreich.

1. Aarhus – Dänemarks jüngste Stadt

Die Universitätsstadt Aarhus liegt an der östlichsten Küste der Halbinsel Jütland und ist mit seinen rund 264.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt in dem kleinen Land. Rund um die Hafenstadt befinden sich große Parkanalagen und ruhig gelegene Wälder, die zu einem Familienspaziergang einladen.

Wegen des geringen Durchschnittsalters der Einwohner bekam Aarhus den Beinamen „Dänemarks jüngste Stadt“, da durch die derzeit rund 35.000 Studenten an der städtischen Universität das lebendige Flair stark beeinflusst wird. Allerdings sollte man sich durch diesen Beinamen nicht in die Irre führen lassen, denn Aarhus gehört tatsächlich zu einer der ältestens Städte Dänemarks. Bereits im Jahr 770 wurde hier von den Wikingern eine Siedlung mit dem Namen „Aros“ gegründet und erlangte als Seehandelsstadt schnell Bekanntheit. Heute lädt die belebte Fußgängerzone „Søndergade“, die sich durch die gesamte Innenstadt zieht, zum gemütlichen Bummeln ein und überall finden sich niedliche Cafés für eine kleine Rastpause.

2. Aalborg – Die Seefahrerstadt

Die einstige Wikingersiedlung Aalborg war ein begehrter Lebensraum für Fischer sowie Händler und stellt heute die viertgrößte Stadt Dänemarks dar. Zu damaligen Zeiten war Aalborgs Lage am Limfjord und der mittige Sitz zwischen Nord- und Ostsee ein strategischer Stützpunkt für die Wikinger und später der optimale Ausgangspunkt für die wichtigen Handelsbeziehungen mit Norwegen. Heute prägen Handel und Industrie das Stadtbild des geschichtsträchtigen Ortes; zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen zählen der Schiffbau, die Glas- und Holzverarbeitung und die Papierindustrie.

Bei einem Ausflug in diese historische Stadt ist die Sankt Budolfi Kirke definitiv einen Besuch wert, denn die Turmspitzen der Kirche gelten als Wahrzeichen der Stadt und das Gebäude bildet den Mittelpunkt der Altstadt. Der gotische Dom wurde mehrmals verändert, doch die Mauern des ursprünglichen Baus wurden beibehalten, sodass seine Erscheinung immer noch imposant ist. Aalborg hat zudem unzählige Museen, Ausstellungen, kulturelle Stätten und Einkaufsmöglichkeiten zu bieten.

Utzon Center in Aalborg

Utzon Center in Aalborg – Foto: © VisitAalborg

3. Roskilde – Die kleine Schwester Kopenhagens

Schon allein der Name ist eine Geschichte wert: denn Roskilde soll sich von „Roars Kilde“ ableiten, was übersetzt „Roars Quelle“ bedeutet. König Roar gilt als der dänische Stammvater und erster König Dänemarks, was allerdings historisch nicht belegbar ist. Viel eher stellt er eine Sagengestalt dar, die in vielen nordischen Werken erwähnt wird. Historisch belegt ist allerdings, dass Roskilde als eine der ältesten Städte Dänemarks einst Königs- und Bischofssitz war und eine sehr bedeutende Rolle in der Geschichte des Königreichs spielte – denn hier wurde im Jahr 1658 der „Frieden von Roskilde“ zwischen Dänemark-Norwegen und Schweden geschlossen.

Relikt dieser Zeit und ein besonderer Magnet für Touristen ist der Dom St. Lucas, der auf leicht erhöhtem Gelände im Zentrum der Innenstadt liegt. Für entspanntes Bummeln steht die bunte Fußgängerzone zur Verfügung und alljährlich lockt das „Roskilde Festival“ tausende Musikfans zum gemeinsamen Feiern an. Aber auch die Umgebung von Roskilde ist einen Ausflug wert und lässt sich am besten mit dem Schiff erkunden. Besonders der Boserup Skov, ein wunderschönes Waldgebiet, lohnt sich auf Grund einer vielfältigen Tierwelt.

4. Kopenhagen – Die Hauptstadt

Mit einer Fläche von 570 km² und 1,7 Millionen Einwohnern ist Kopenhagen mit Abstand die größte Stadt Dänemarks – kaum vorstellbar, dass diese Metropole Nordeuropas tatsächlich in der Wikingerzeit lediglich ein unbedeutender Fischerort war. Doch der Aufstieg der Siedlung war nicht aufzuhalten, sodass hier bereits im frühen Mittelalter ein wichtiger Handelsplatz entstand, worüber auch der seit dem 20. Jahrhundert gebräuchliche Name Zeugnis ablegt (abgeleitet von „Køpmannæhafn“, was „Kaufmannshafen“ bedeutet).

Heute ist Kopenhagen der Sitz des Folketing, des Parlaments sowie der Regierung Dänemarks und der Hauptsitz der königlichen Familie. Kopenhagen ist zudem das Handels-und Industriezentrum Dänemarks, in dem unter anderem die Brauerei Carlsberg und die die königliche Porzellanmanufaktur ihre Produktionsstätten haben.

Wem nach einer Besichtigungstour – vorbei an der kleinen Meerjungfrau, dem Schloss Amalienborg und dem Hafen – der Magen knurrt, kann eine Rastpause in Nyhavn einlegen. Einst das verrufene Viertel Kopenhagens, ist es heute eines der beliebtesten Stadtteile mit vielen kleinen Cafés und Restaurants. Nach einem leckeren Essen in einem der malerischen kleinen Häuser, kann vom neuen Hafen aus an einer Schiffsrundfahrt teilgenommen und Kopenhagen aus einer neuen Perspektive kennengelernt werden.

Tivoli Kopenhagen

Tivoli Kopenhagen – Foto: © Tivoli A/S, DK-1630 København V

5. Ribe – Dänemarks älteste Stadt

In der Blüte der Wikingerzeit, im 8. Jahrhundert, entstand in der Region Süddänemark ein kleiner Fischerort. Auch der Name lässt auf die Lage der Siedlung schließen, denn Ribe leitet sich vom altdänischen Wort „ripa“ ab, welches „Flussufer“ bedeutet. Schnell wuchs der Ort zu einer bedeutenden Handelsstadt samt beachtlichem Hafen an und wurde auf Grund seiner Beziehungen über die Grenzen Dänemarks hinaus bekannt.

Das ganze Mittelalter hindurch war Ribe eine aufstrebende Stadt, die zwar auch von Katastrophen wie Sturmfluten und Bränden oder auch Epidemien wie der Pest heimgesucht wurde, aber trotzdem seinen Einfluss stetig aufrecht erhielt. Und auch historisch für Norddeutschland war die Stadt bedeutend, denn im Jahr 1460 wurde im „Vertrag von Ripen“ festgehalten, dass Schleswig und Holstein auf ewig ungeteilt sein sollten.

Heute hat Ribe seinen Einfluss als Handels- und Hafenstadt zwar an größere Städte verloren, aber es ist mit seinem imposanten Dom, den vielen urtümlichen Gassen sowie Gebäuden und dem Wikingerzentrum nach wie vor einen Ausflug wert.

Altstadt von Ribe

Altstadt von Ribe – Foto: © dk-ferien

Kirche in Ribe

Kirche in Ribe – Foto: © dk-ferien

6. Esbjerg – Die Stadt des Fisches

Die siebtgrößte Stadt Dänemarks liegt an der Westküste der Halbinsel Jütland, gegenüber der Insel Fanø und der Halbinsel Skallingen. Esbjerg ist eine recht junge Stadt, da sie erst im Jahr 1868 gegründet wurde. Damals gab es, nachdem der dänische Gesamtstaat 1864 die Herzogtümer Schleswig und Holstein im Deutsch-Dänischen Krieg verloren hatte, keinen leistungsfähigen Nordseehafen mehr. Daher wurde in Esbjerg ein Hafen aufgebaut und gleichzeitig eine Eisenbahnverbindung gelegt, um wirtschaftlich voranzugehen.

Auch heute noch gilt die Stadt als der wichtigste Nordseehafen Dänemarks, selbst wenn die Fischerei in den letzten Jahren immer schwächer wurde. Mittlerweile ist der Offshore-Bereich die größte Einnahmequelle für Esbjergs Wirtschaft. Trotzdem lohnt sich nach wie vor ein Besuch im Fischereimuseum, das einen spannenden Einblick in die Geschichte der Seefahrt gibt. Im Anschluss an den Spaziergang durch den Hafen und einem Besuch des Museums kann man sich frisch gefangenen Fisch in einem der malerischen Restaurants schmecken lassen.

Und wenn die Sonne vom Himmel lacht, dann sollte unbedingt ein Abstecher zum Henne Strand gemacht werden – in dieser Region gibt es die schönsten Dünen an der jütländischen Küste und kilometerlange Sandstrände, die zum Sonnen und Baden einladen.

7. Kolding – Die lebhafte Hafenstadt

Von Hügeln umgeben an der Ostküste Jütlands liegt die malerische Hafenstadt Kolding. Ebenfalls wie die meisten Förderstädte entstand der Ort im 12. Jahrhundert mit einem geschützten Zugang zum Meer, um sicheren Handel treiben zu können. Auch als Grenzstadt machte Kolding sich bereits im 13. Jahrhundert einen Namen und erhielt im Jahr 1268 durch König Erik Klipping das Schloss Koldinghus.

Wer royale Luft schnuppern möchte, ist hier also auch heute noch gut aufgehoben. Denn das „Koldinghus Slot“ liegt malerisch an einem See mitten in der Stadt und wird gerne von der dänischen Königsfamilie aufgesucht. Touristen können in Teilen des Bauwerkes Skulpturen und Kunsthandwerk bestaunen sowie mehr über die Geschichte der Stadt erfahren.

Am südlichen Stadtrand lädt der Geografisk Have og Rosehave, ein Garten mit rund 2000 Bäumen und Büschen aus der ganzen Welt, zu einem gemütlichen Sonntagnachmittagsspaziergang bei schönem Wetter ein. Abrunden kann man den Tagesausflug in die idyllische Stadt bei einem leckeren Essen am Hafen mit Blick aufs Meer.

Kolding

Kolding – Foto: © dk-ferien

2 comments on “Die Top 7 Städte in Dänemark

  1. Laura S. on

    Ist immer wieder ganz schön beeindruckend, welche Historie eine Stadt, allein durch bestimmte Gebäude ausstrahlt. Nach Dänemark fahren ja viele vor allem, um am Strand zu liegen im Sommer. Das Land hat aber offensichtlich auch richtig coole und kulturreiche Städte 😉

  2. Birgit Hoffmann on

    Und in Bezug auf „Kultur“ geht im Jahr 2017 in Aarhus die Post so richtig ab: Aarhus ist dann nämlich „Europäische Kulturhauptstadt“.

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